Ahrntaler Graukäse: Herkunft, Geschmack & Pressknödel-Rezept

Warum der Ahrntaler Graukäse ohne Lab auskommt, wie er schmeckt und wie ihr daraus Pressknödel macht. Das Rezept aus der Küche der Alten Mühle.

Ahrntaler Graukäse: Der beste Käse Südtirols und was man daraus macht

Der erste Graukäse ist selten eine Liebesgeschichte. Meistens sitzt da jemand am Tisch, schnuppert daran, rümpft die Nase und schaut fragend zu Sepp. Aber wenn man sich erst einmal verliebt hat, dann hält die Leidenschaft für den Ahrntaler Graukäse ein Leben lang. Davon erzählen wir hier und dann verraten wir noch eines unserer Lieblingsrezepte für Pressknödel.

Wie der Ahrntaler Graukäse hergestellt wird

Früher wurde auf den Südtiroler Almen die Milch abgerahmt, aus dem Rahm entstand Butter. Zurück blieb Magermilch, viel zu schade zum Wegschütten. Also ließ man sie sauer werden, erhitzte sie leicht und füllte die Masse in Holzformen. Lab kommt bis heute keines dazu, deshalb zählt der Graukäse zu den Sauermilchkäsen. Je reifer und gelber der Käse, desto kräftiger schmeckt (und duftet) er.

Bild: Graukäselaib im Anschnitt. Alt-Text: Ahrntaler Graukäse im Anschnitt, jung und hell in der Mitte, außen schon weiter gereift

Wie schmeckt Graukäse?

Anfänger:innen sollten ein Randstück eines jungen Graukäses kosten, der am mildesten ist. Weiter innen wird er bröselig, kräftig und salzig. Die Profis schätzen einen Graukäse, der schon ein Stück gelaufen ist. Was das bedeutet, erklären wir euch bei einem Glas Wein aus unserem Keller oder am Ahrntaler Graukäsefest.

Ahrntaler GrauKäseTage im September

Vom 5. bis 20. September 2026 finden die Ahrntaler GrauKäseTage statt. Das Eröffnungsfest feiern wir in Luttach, danach kocht das ganze Tal damit. Bei uns landet der Graukäse in dieser Zeit ohnehin regelmäßig auf dem Teller, Sepp lässt sich jedes Jahr etwas Neues einfallen. Wer im September zu uns kommt, hat es 

besonders gut: Die Wanderwege sind frei und die Almen haben noch offen. Unsere Angebote für den Spätsommer findet ihr hier.

Pressknödel mit Graukäse: Das Rezept

Neben dem puren Genuss ist ein Pressknödel für uns die beste Art, Graukäse zu essen. Die flachen, gepressten Knödel sind Sepps Spezialität:

Zutaten für 4 Personen

        150 g Knödelbrot oder schnittfestes Weißbrot

        100 g Ahrntaler Graukäse

        ca. 100 ml Milch

        2 Eier

        1 EL Salz

        1 EL Mehl

        100 g Butter zum Anbraten

        ca. 1 l Fleischsuppe

Zubereitung

  1. Das Weißbrot in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben.
  2. Die Milch erwärmen und die Hälfte des Käses darin auflösen.
  3. Die andere Hälfte zerreiben oder in Würfel schneiden.
  4. Zusammen mit den Eiern, dem Salz und dem Mehl zum Knödelbrot geben.
  5. Die Masse gut durchkneten und etwa 12 Minuten ziehen lassen.
  6. Zu runden Knödeln formen und mit der Hand flachdrücken.
  7. In einer Pfanne die Butter erhitzen und die Pressknödel auf beiden Seiten braun braten.
  8. Die Pressknödel in heiße Fleischsuppe geben und dort 8 bis 10 Minuten ziehen lassen.

Tipp von Sepp: Dazu passt alternativ zur Suppe auch Krautsalat aus weißem Rübenkraut oder gebackene Zwiebeln. Wer mag, gibt einen Esslöffel feingeschnittenen Schnittlauch unter die Masse.